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Das HKW nimmt Konturen an: Baustelle des HKW Leipzig Süd

Das HKW Leipzig Süd nimmt immer deutlichere Konturen an. Kraftwerksgebäude, Versorgungsgebäude, Pumpenhalle und Wärmehalle sind in den vergangenen Wochen in die Höhe geschossen. Im Kraftwerksgebäude hat die Ausstattung mit den Maschinen begonnen. “Wir sind bereits fertig mit dem Kesselgerüst”, sagt Projektleiter Thomas Brandenburg beim aktuellen Rundgang auf der Baustelle. Vom Kraftwerk ausgehend ist die Rohrbrücke entstanden. Durch sie wird künftig die Fernwärme in Richtung Leipziger Haushalte geschickt.

Das Bindeglied zwischen Übergabestelle, Wärmespeicher und Kraftwerk ist die Pumpenhalle. Ein riesiger Kran montiert auf der Baustelle nun die Deckenbinder. “Wir wollen so schnell wie es geht das Gebäude schließen”, sagt Brandenburg. Insgesamt sei alles gut im Plan. Ende 2022 solle das Kraftwerk ans Netz gehen. Das Steuerungs-Team bewältige “einen wahnsinnigen Koordinationsaufwand, um auch weiterhin im Zeitplan zu bleiben. Auf diese Leistung bin ich auf jeden Fall stolz.”

Im Kraftwerksgebäude sind die Kessel montiert und abgedeckt. In Kürze wird das Dach aufgesetzt. Die mächtigen Deckenbinder sind knapp zwei Meter hoch und überspannen das gesamt Dach. Darauf wird eine Filigrandecke gelegt.

Für die Baustelle des neuen Heizkraftwerks an der Bornaischen Straße wurde 2020 der Grundstein gelegt. Mit dem Neubau des HKW Leipzig Süd sichern die Leipziger Stadtwerke die Energieversorgung und liefern zugleich einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele unserer Stadt. Es startet mit der Brückentechnologie Gas, ist aber so angelegt, dass es in Zukunft auch mit grünem Wasserstoff betrieben werden kann.

“Das Signal, das von der aktuellen Leipziger HKW-Baustelle ausgeht, ist: Wir übernehmen aktiv Verantwortung für den Strukturwandel und halten ein hohes Tempo”, sagt Karsten Rogall, Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke. “Sämtliche Experten sprechen Wasserstoff in den Sektoren Transport/Logistik, Industrie, Energie und Mobilität hervorragende Qualitäten zu. In der Tat wollen und können wir als Leipziger Gruppe in den Sektoren Mobilität und Energie, also mit den Verkehrsbetrieben und Stadtwerken, wichtige Beiträge liefern – mit nachhaltiger Fernwärme und zukunftsfähigen Mobilitätslösungen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Wir benötigen einen verlässlichen Rahmen, um die H2-Technologie zu entwickeln und am Ende mit verbraucherfreundlichen Preisen zu implementieren. Es braucht deshalb die politische und finanzielle Unterstützung von Europäischer Union, Bund und Land. Wer ehrgeizige Klimaziele setzt, muss auch die Mittel bereitstellen, um sie zu erreichen.”

Die Stadtwerke investieren im Rahmen ihres Zukunftskonzepts Fernwärme – mit dem Herzstück HKW Leipzig Süd – in den nächsten Jahren mehr als 300 Millionen Euro in den Bau neuer Anlagen. Durch die Investition in umweltfreundliche und innovative Anlagen erzielen die Stadtwerke bessere Wirkungsgrade und weniger CO2-Emissionen. Die neuen Anlagen können deshalb wirtschaftlicher betrieben werden.