Algen beim Tuning: „Ein Hemmstoff begrenzt das Wachstum und kurbelt die Glycolatproduktion an. Die Alge muss jetzt nicht mehr Tretauto spielen, sondern darf Formel 1 fahren.“ Fotos: Bertram Bölkow | Foto Blatt: Africa Studio/Shutterstock
Algen beim Tuning: „Ein Hemmstoff begrenzt das Wachstum und kurbelt die Glycolatproduktion an. Die Alge muss jetzt nicht mehr Tretauto spielen, sondern darf Formel 1 fahren.“ Fotos: Bertram Bölkow | Foto Blatt: Africa Studio/Shutterstock

Pflanzen sind die wahren Superhelden unseres Planeten. Nun will ein Leipziger Pflanzenphysiologe die Photosynthese aufbohren und dazu beitragen, das Weltklimaproblem zu lösen. Dieser Beitrag erschien im Bürgermagazin Leipziger Leben, Ausgabe 01/2017. Den ganzen Beitrag können Sie als pdf auf L.de nachlesen.

 

Pflanzen als Hochleistungsreaktor

Haben Sie auch noch einen Gummibaum auf der Fensterbank stehen? Der Ficus elastica gehört zu den Grünpflanzen, die besonders unscheinbar daherkommen, aber dennoch ihren Siegeszug durch die Vor- und Wohnzimmer angetreten haben. Irgendwas muss am Gummibaum dran sein.

Aber vielleicht fasziniert vielmehr, was drin steckt: Ein paar Tropfen Wasser, etwas Licht und Luft, vielleicht mal ein paar warme Worte – mehr braucht‘s nicht und aus dem Bäumchen wird ein Ungetüm, das kaum zu bändigen
ist, während es sich unter der Zimmerdecke entlangschlängelt. Tatsächlich scheint der Gummibaum bei aller Unauffälligkeit einen Formel-1-Motor unter der grünen Haube zu haben.

 

Leipziger Ideenreichtum

Der Leipziger Pflanzenphysiologe Professor Dr. Christian Wilhelm hat gar keine Pflanzen in seinem Büro stehen. Höchstwahrscheinlich, weil diese ihm mit ihrer bescheidenen Herumsteherei nichts mehr vormachen können.

Mit einem Trick verwandelt der Leipziger Pflanzenphysiologe Prof. Christian Wilhelm grüne Algen in einen Universalreaktor für chemische Grund- und Treibstoffe Fotos: Bertram Bölkow | Foto Blatt: Africa Studio/Shutterstock
Mit einem Trick verwandelt der Leipziger Pflanzenphysiologe Prof. Christian Wilhelm grüne Algen in einen Universalreaktor
für chemische Grund- und Treibstoffe Fotos: Bertram Bölkow | Foto Blatt: Africa Studio/Shutterstock

„Eine Grünpflanze ist für mich eine Tiefstaplerin. In ihrem Inneren arbeitet ein ausgebuffter Hochleistungsreaktor, der aus energiearmen Ausgangsstoffen energiereiche Biomasse erzeugt. Damit ist sie eine evolutionäre Geheimnisträgerin, die sich mit Langsamkeit, Stummheit und natürlich auch mit Schönheit tarnt“, sagt der 63-jährige Pflanzenflüsterer.

Naturwissenschaft ist bei Wilhelm seit Jahren mit dem Nachdenken über das Mysterium der Schöpfung verbunden. Die Pflanzen wurden, wie er betont, schon in Aristoteles’  Naturlehre auf zutreffende Weise beschrieben …

 

Den ganzen Beitrag können Sie im Bürgermagazin Leipziger Leben, Ausgabe 01/2017 nachlesen. Bequem als pdf.