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Dr. Maik Piehler (r.) übergibt den Scheck an Ulrike Herkner vom Förderverein Bärenherz.

Um Leipziger Vereine, die von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen sind, zu unterstützen, haben die Leipziger Stadtwerke eine ungewöhnliche Spendenaktion gestartet. Aus mehr als 40 Vorschlägen wählten die Mitarbeiter aus, wer die Spenden erhalten soll. Nun spenden die Stadtwerke für Vereine, die dringend Unterstützung brauchen. Drei Leipziger Institutionen der Gemeinnützigkeit profitieren davon: die Vereine Wolfsträne, Kinderhospiz Bärenherz und Straßenkinder. Jetzt wurde der Spendenscheck an das Kinderhospiz Bärenherz übergeben – trotz harten Winters mit zweistelligen Minustemperaturen und jeder Menge Schneemassen.

„Heute ist es wirklich kalt. Da freu ich mich umso mehr, beim Kinderhospiz Bärenherz zu sein. Denn hier wird viel Wärme verbreitet – für die Familien und für Kinder in ganz besonderen Situationen”, sagt Dr. Maik Piehler, Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke. „Als Unternehmen der Daseinsvorsorge haben wir eine Verantwortung für Leipzig. Deshalb wollen wir denen helfen, die in den letzten Monaten besonders kämpfen mussten und immer noch müssen, um diese anstrengende Zeit zu meistern. Wir haben drei Spenden à 3.000 Euro ausgelobt für gemeinnützige Einrichtungen, denen die Folgen des Lockdowns und die Beschränkungen des öffentlichen Lebens besonders zu schaffen machen. Unsere Mitarbeiter hatten die Möglichkeit, einen Verein zu benennen, und konnten anschließend für ihren Favoriten abstimmen.“

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Das Kinderhospiz Bärenherz in Markkleeberg.

Das Kinderhospiz Bärenherz ist eine medizinische Einrichtung, die sich um Familien mit schwer kranken Kindern kümmert. Für den Verein ist die derzeitige Situation eine doppelte Belastung. “Auch in diesen schweren Zeiten wollen wir für Familien mit schwer kranken Kindern da sein. Aber die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind für uns einschneidend: Im Kinderhospiz sind besondere Schutzmaßnahmen notwendig, die einen erhöhten Kostenaufwand bedeuten”, sagt Fördervereins-Geschäftsführerin Ulrike Herkner. “Gleichzeitig stehen wir durch den Ausfall von Spendenveranstaltungen und dem Wegbrechen treuer Spenderinnen und Spender, die selbst finanzielle Sorgen haben, vor großen Herausforderungen. Ganz besonders vor diesem Hintergrund bedanken wir uns bei den Leipziger Stadtwerken und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die großzügige Spende, die gleichzeitig auch ein tolles Zeichen der Solidarität mit den Familien im Kinderhospiz Bärenherz ist.”

Leipziger Gruppe unterstützt auch per Crowdfunding

Aber nicht nur die Leipziger Stadtwerke spenden für Vereine. Die gesamte Leipziger Gruppe, zu der die Stadtwerke gehören, unterstützt Projekte in dieser schwierigen Zeit weiterhin mit Sponsorings und per Crowdfunding. Viele kleinere und größere Projekte konnten so in den letzten Wochen erfolgreich Geld für gute Zwecke sammeln, wie z.B. das “Netz kleiner Werkstätten“. Insgesamt wurden bereits über 340.000 Euro durch knapp 4000 Unterstützer auf der Leipziger Crowd für sozialekulturellesportliche und andere Projekte gesammelt. In der ersten Corona-Phase hatte die Leipziger Gruppe ihre Unterstützungssumme sogar verfünffacht. Aktuell gibt es eine weitere Spezial-Aktion: einen fetten Starter-Bonus. Schnell sein lohnt sich: Die ersten zehn bis zum 30. April 2021 gestarteten und erfolgreich finanzierten Projekte von anerkannten gemeinnützigen Organisationen erhalten zusätzlich zur üblichen Förderung 500 Euro.