So geht gemeinsame Nachhaltigkeit in Corona-Zeiten: Trotz der widrigen Umstände wurde jetzt der Leipziger Zukunftspreis 2020 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung verliehen. Denn diese fand digital statt. Kurzweilig, emotional und mit einigen Jubel-Schreien. Auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung war aus dem Arbeitszimmer zugeschaltet. Ebenfalls mit dabei: die Leipziger Gruppe. Deren Laudator Kai-Uwe Blechschmidt, Regionalmanager der Leipziger Stadtwerke, lobte das Mütterzentrum Leipzig für dessen Projekt Restlos.

“Sammeln, sichten, sortieren. Altes retten, Neues entdecken. Basteln, handwerken, kreativ werden – und nebenbei Zusammenhänge verstehen und Bildung für nachhaltige Entwicklung erfahren. Das Mütterzentrum Leipzig hat mit der Upcycling-Werkstatt Restlos einen Ort geschaffen, an dem all dies in einem rundum gelungenen Konzept ganz konkret zusammengeführt wird”, sagte Blechschmidt in seine Rede zum Leipziger Zukunftspreis.  “Einen riesigen Materialbestand hat das Team gesammelt und akribisch sortiert – Anregungen und kreative Ideen zur Wiederverwendung gibt es direkt dazu. Dafür erhält der Verein hochverdient den Leipziger Zukunftspreis 2020 in der Kategorie „Zeichen setzen – Spuren hinterlassen”. Das oft abstrakte Thema Nachhaltigkeit wird durch Restlos handfest erlebbar – im wahrsten Sinne des Wortes. So trägt das Projekt nicht nur zur unmittelbaren Abfallvermeidung bei, sondern macht vor allem die Attraktivität des Alternativen erfahrbar und Lust auf individuelles Gestalten statt Neukaufen. Diese Energie schafft eine Grundlage für eine größere Entwicklung hin zu mehr Ressourcenschutz und Kreislaufdenken.”

Schlüsselthema für Lebensqualität von morgen

Blechschmidt weiter: “Nachhaltigkeit ist und bleibt ein zentrales Schlüsselthema für unsere Lebensqualität von morgen und unsere gelingende Zukunft. Auch die Unternehmen der Leipziger Gruppe – die Leipziger Stadtwerke, Verkehrsbetriebe und Wasserwerke – beschäftigen sich damit intensiv.” So  treiben sie unter anderem Themen wie umweltfreundliche Fernwärme, Wasserstoff-Forschung, nachhaltige Mobilität, Erneuerbare Energien und Trinkwassergewinnung im Rahmen von Öko-Landbau voran. “Mit unserer ökologischen Verantwortung ist die große Herausforderung verbunden, Emissionen in Leipzig weiter zu verringern. Jeder kann in seinem Tätigkeitsbereich etwas für die Umwelt, den Schutz unserer Ressourcen und für die Lebensqualität aller tun”, so Blechschmdit. Das Mütterzentrum sei dafür ein sehr gutes Beispiel und erhalte deshalb aus gutem Grund den Leipziger Zukunftspreis.

Außerdem konnten die Initiativen Again Fashion, der Bürgerverein Sellerhaus-Stünz und der Förderverein Kurt-Masur-Schule einen Leipziger Zukunftspreis 2020 entgegennehmen. Der Preis ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert und wird von der Stadt Leipzig und dem Forum Nachhaltiges Leipzig verliehen. Letzteres gehört zu den vielen Sponsoringpartnern, die die Leipziger Gruppe alljährlich unterstützt – von Wirtschaft und Sozialem über Kultur und Sport bis zu Umwelt.