Was ist Heimat? Und was haben Energie, Wasser und Mobilität damit zu tun?

“Heimat, das Land oder auch nur der Landstrich, in dem man geboren ist oder bleibenden Aufenthalt hat.“ So definierten 1877 die Gebrüder Grimm in ihrem Wörterbuch den Heimatbegriff. Etwas kurz gegriffen, denn Heimat ist mehr. Heimat ist, wenn man nachdem Urlaub über die B2 nach Leipzig reinrollt und sich die Kinder streiten, wer den Löwen am Ortseingang zuerst gesehen hat. Wenn die Bäckersfrau vom Wochenmarkt die Käsebrötchen schon bereithält, sobald man an der Reihe ist. Und Heimat ist, wenn man abends die Wohnungstür aufschließt und einen der Sohn aufgeregt anspringt und berichtet, wie viele Tore er beim Kita-Fußballspiel geschossen hat. Heimat ist weniger ein Ort, sondern viel mehr ein Gefühl, das jeder ganz anders empfindet. Es hat aber immer mit Geborgenheit und Wärme zu tun. Mit Menschen, die wir lieben, und mit Zuhause.

Blick übers Rosental zum City-Hochhaus: Manche Aussicht lässt die Heimat in besonderem Licht erscheinen.

Comeback des Lokalen

Dass der Heimatbegriff in Heimatfilmen oder Musikantenstadeln häufig angestaubt daherkommt, mag nicht darüber hinwegtäuschen, dass Heimat Konjunktur hat. Während wir einerseits die Welt bereisen, mit Geschäftspartnern in Brasilien chatten und jedes Jahr mehr als 33.000 Tonnen neuseeländische Kiwis verputzen, sehnen wir uns andererseits nach Daheim. Ein Widerspruch? Nein. Schon Theodor Fontane hat geschrieben: „Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat besitzen.“ Und Zukunftsforscher erklären diesen Umstand mit dem „Still Made Here”-Trend: „Es ist das Comeback des Lokalen, all der Dinge mit einem Sinn für die eigene Umgebung (…). In einer Welt, die bestimmt wird von Globalisierung und Massenproduktion, interessieren sich immer mehr Konsumenten für das Lokale und damit für das Authentische, das Verantwortungs- und Umweltbewusste.“

Ein Stück Lebensqualität

Da es durch die Globalisierung also nicht mehr egal ist, wenn in China ein Sack Reis umfällt, sehnen wir uns nach Sicherheit und Geborgenheit in unserem Zuhause. Und in diesem Zusammenhang kommt die Versorgung mit Wärme, Licht, Wasser & Co. ins Spiel. Die kommunalen Unternehmen der Leipziger Gruppe sorgen rund um die Uhr für ein Stück Heimat für jeden von uns. Als Bürgerunternehmen sind wir so nah dran wie kein anderer, weil wir wissen, was die Menschen hier bewegt und weiterbringt. Und abseits des Kerngeschäftes sponsern wir jedes Jahr mehr als 100 Leipziger Vereine und Institutionen. Unser Engagement deckt die Bereiche Sport, Kultur, Soziales, Umwelt, Bildung und Wissenschaft ab. Neben der Daseinsvorsorge als unser Kerngeschäft, liegt uns unser Zuhause am Herzen. Dass die Leistungen der Leipziger Gruppe dabei meistens im Verborgenen bleiben, ist gleichzeitig das größte Kompliment für jeden Stadtwerker, Wasserwerker oder Verkehrsbetriebler. Oder wann haben Sie sich zuletzt darüber Gedanken gemacht, ob das Licht angeht, das Wasser läuft und die Straßenbahn kommt?

Heimat hat Zukunft

Die Leipziger Gruppe ist ein Motor in und für Leipzig. Und da hier immer mehr – derzeit sind es gut 600.000 – Menschen gut und gerne leben möchten, kommt den kommunalen Unternehmen für die zukünftige Gestaltung der Stadt eine wichtige Rolle zu. Das Wachstum einer Stadt ist eine spannende Aufgabe für Planer und Versorgungsunternehmen. Lesen Sie in unserem Blogbeitrag “Das Leipzig der Zukunft”, welche Herausforderungen das mit sich bringt.

Dieser Beitrag erschien im Leipziger Leben 01/2018.