Rund 21.000 Menschen folgten der Einladung zum gemeinsamen Leipziger Weihnachtssingen in der Red Bull Arena.
Rund 21.000 Menschen folgten der Einladung zum gemeinsamen Leipziger Weihnachtssingen in der Red Bull Arena.

Diese Premiere ist gelungen: Rund 21.000 Leipziger haben gemeinsam mit 180 Sängerinnen und Sängern der Gewandhaus-Chöre die Red Bull Arena zum Klingen und Strahlen gebracht. Das Leipziger Weihnachtssingen – eine gemeinsame Aktion von RB Leipzig, Leipziger Gruppe und Gewandhaus Leipzig – sorgte für einen stimmungsvollen zweiten Advent und viel Freude im Stadion.

Schon das gemeinsame „Einsingen“ mit Johann Clemens an der Trompete und Walter Zoller am Klavier lief wie ein Länderspiel: Chorleiter Frank-Steffen Elster stimmte „Alle Jahre wieder…“ an und konnte seinen Ohren kaum trauen – die Leipziger standen den Fischer-Chören in nichts nach. Ob hoch oder tief, laut oder leise, aus dem Bauch oder aus dem Kopf, rhythmisch oder arrhythmisch – der Wille war da und zählte. Elster instruierte seinen bisher größten Chor, zu „Lasst uns froh und munter sein…“ abwechselnd zu singen. Zuerst nur die Kinder, dann nur die Erwachsenen. Danach Sektor A, darauf Sektor B, Sektor C und schließlich – ganz auf der anderen Seite – Sektor D. Tausende Laiensängerinnen und -sänger hatten sichtlich und hörbar Spaß. Sogar Maskottchen Bulli im Pulli brummte leise mit.

Drei Proben und ein Zug zum Ton

Alda, Neele, André, Karl und Vincent vom Kinderchor durften sogar vom Mittelkreis aus den Ton angeben und „Leise rieselt der Schnee" anstimmen.
Alda, Neele, André, Karl und Vincent vom Kinderchor durften sogar vom Mittelkreis aus den Ton angeben und „Leise rieselt der Schnee“ anstimmen.

Alda, Neele, André, Karl und Vincent vom Kinderchor durften sogar vom Mittelkreis aus den Ton angeben und „Leise rieselt der Schnee“ anstimmen. Auf die Frage von Stadionsprecher Tim Thoelke, wie oft sie geprobt hätten, gab’s eine augenzwinkernde Antwort: „Nur drei Mal!“ Profis eben. Wer sich nicht als textsicher erwies, kam bei Leipziger Weihnachtssingen nicht in Not oder Verlegenheit: Auf den Anzeigetafeln im Stadion wurden die Liedtexte eingeblendet. So zum Beispiel „Jingle Bells“ – das Lieblingslied von Xavi Simons. Der 20 Jahre alte Niederländer hatte gemeinsam mit Lois Openda die Bühne betreten und für entsprechenden Jubel bei den Fußballfans gesorgt. Auf die Frage, was bisher sein größtes Geschenk an Weihnachten gewesen sei, sagte Lois Openda: „Meine Familie.“ Das erwärmte natürlich die Herzen vieler Mütter und Väter, Großmütter und Großväter, die zahlreich im Station erschienen waren.

Oh Du Fröhliche: Samstag Schütze in Dortmund, Sonntag Sieger beim Leipziger Weihnachtssingen

Zur Überraschung aller Sängerinnen und Sänger tauchte ein Schütze des Vorabends beim Leipziger Weihnachtssingen auf. Christoph Baumgartner sagte, dass so ein gemeinsames Singen in diesen Zeiten doch ein perfektes Signal sei. „Da wird einem bewusst, worum es eigentlich geht“, so der Kicker aus Österreich.

Zu John Lennons „Happy Xmas (War Is Over)“ leuchtete ein Meer aus Handy-Lampen durch das Rund.
Zu John Lennons „Happy Xmas (War Is Over)“ leuchtete ein Meer aus Handy-Lampen durch das Rund.

Zu John Lennons „Happy Xmas (War Is Over)“ leuchtete ein Meer aus Handy-Lampen durch das Rund. Und zu „Stille Nacht“ kehrte tatsächlich ein wenig Besinnlichkeit ein. Lois Openda hatte zu Beginn bekannt, dass zu Weihnachten für ihn die Bibel gehöre. „Ich bin Christ, darum geht es für mich“, so der Belgier auf dem heiligen Rasen der Red Bull Arena.