Austausch im Energie-Kubus der HKW-Baustelle:
Frank Tornau (links), Marco Wanderwitz (Mitte) und Karsten Rogall (rechts).

Das neue HKW Leipzig Süd ist “ein Projekt, das wirklich Zukunft ausstrahlt”, sagt der Bundesbeauftragte für die neuen Bundesländer, Marc Wanderwitz. Nach seinem Besuch auf der Baustelle zeigte er sich beeindruckt – auch von den Machern vor Ort. “Hier kommt man mit Menschen zusammen, die sich wirklich für diese gute Zukunft, für dieses Projekt engagieren. Das ist toll”, lobte der Ostbeauftragte.

Begleitet wurde Wanderwitz bei seinem Rundgang unter anderem von Karsten Rogall, Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke, und Frank Tornau, Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens. Rogall betonte im Gespräch mit Wanderwitz, dass das Kraftwerk auf Basis von Erdgas mit einer Brückentechnologie versehen ist. “Wir glauben, dass dies die Perspektive ist, weil es auf der Basis grüner Gase, in diesem Fall Wasserstoff, die Chance gibt, den Betrieb komplett CO2-neutral auszugestalten.” Für Frank Tornau passt das Projekt aktuell ideal in die politische Landschaft. “Vielleicht wäre das jetzt mal ein erstes großes Projekt, dass auch von der Bundesregierung unterstützt wird”, so Tornau. Die Idee, die dahinter stecke, trage langfristig. Wanderwitz jedenfalls sieht trotz vieler bundesweiter Mitbewerber für die Wasserstoff-Förderung “eine gute Chance” für Leipzig.

Bau des HKW Leipzig Süd – Arbeiten sind voll im Plan

Für das neue Heizkraftwerk an der Bornaischen Straße wurde 2020 der Grundstein gelegt. “Mit dem Neubau des HKW Leipzig Süd sichern die Leipziger Stadtwerke die Energieversorgung und liefern zugleich einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele unserer Stadt”, sagt Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Aufsichtsratsvorsitzender der Leipziger Gruppe.

Die Stadtwerke investieren im Rahmen ihres Zukunftskonzepts Fernwärme – mit dem Herzstück HKW Leipzig Süd – in den nächsten Jahren mehr als 300 Millionen Euro in den Bau neuer Anlagen. Durch die Investition in umweltfreundliche und innovative Anlagen erzielen die Stadtwerke bessere Wirkungsgrade und weniger CO2-Emissionen. Die neuen Anlagen können deshalb wirtschaftlicher betrieben werden.